Diabetes mellitus Typ 1

Informationen für Betroffene und Angehörige

Retinopathie: Eine Folgeerkrankung des Diabetes

Viele Typ 1-Diabetiker leiden nach mehrjähriger Krankheitsdauer an einer Retinopathie. Bei der diabetischen Retinopathie handelt es sich um eine Netzhauterkrankung des Auges. Sie wird durch eine Veränderung der Gefäße (Mikroangiopathie) hervorgerufen. Diese Mikroangiopathie – eine Schädigung der kleinsten Blutgefäße – kann zu einer Verminderung der Sehschärfe, einer Einschränkung des Gesichtsfelds und u. U. zur Erblindung führen.

Bei Diabetes mellitus wird die Entstehung dieser Erkrankung insbesondere durch eine unzureichende Stoffwechseleinstellung, eine lange Erkrankungsdauer und Rauchen begünstigt. Des Weiteren wirken sich andere Folgeerkrankungen des Diabetes wie Nephropathie (Nierenschädigung) und Hypertonie (Bluthochdruck) negativ aus.

Die Retinopathie tritt in mehreren Formen auf. Typ 1-Diabetiker leiden insbesondere unter der proliferierenden Form. Bei dieser Form kommt es zu einer krankhaften Neubildung von Blutgefäßen, die z. T. auch fehlgebildet sein können. Kommt es durch das Platzen von Blutgefäßen zu Blutungen, kann dies zur Ablösung der Netzhaut (Retina) führen. Dies kann eine plötzliche Verschlechterung des Sehvermögens zur Folge haben.

Um der diabetischen Retinopathie vorzubeugen, sind in erster Linie eine optimale Einstellung des Blutdrucks und des Blutzuckers notwendig. Eine Behandlung der Erkrankung ist bis heute nicht möglich. Es gibt jedoch mehrere Wirkstoffgruppen (u. a. Kortikosteroide und Hemmer des Vascular Endothelial Growth Factor, VEGF), die möglicherweise in Zukunft im Rahmen einer medikamentösen Therapie eingesetzt werden könnten.

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