Diabetes mellitus Typ 1

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Diabetes Typ 1: Ursachen und Entstehung

Die Ursache für den Insulinmangel, der bei Diabetes Typ 1 zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt, ist eine gegen körpereigenes Gewebe gerichtete Immunreaktion (Autoimmunreaktion). Autoimmunologische Prozesse führen zu einer Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen. Dies sind die sog. Beta-Zellen, die in bestimmten Zellanhäufungen in der Bauchspeicheldrüse (Langerhansschen Inseln) vorkommen.

Für die Ausprägung eines Diabetes Typ 1 scheint – so wird derzeit angenommen – eine genetische Disposition zu bestehen. Es ist nach heutigen Erkenntnissen jedoch wahrscheinlich, dass zu dieser erblichen Veranlagung sog. Trigger (Auslöser) hinzukommen müssen, damit die Erkrankung ausbricht. Als mögliche Auslösefaktoren werden u. a. Virusinfektionen (z. B. Röteln, Mumps, Masern etc.), auf das Immunsystem einwirkende Therapieverfahren (z. B. Interferon-Alpha-Therapie) oder eine vergleichsweise kurze Stillzeit von weniger als drei Monaten diskutiert.

Neuste Forschungsergebnisse kanadischer Wissenschaftler deuten zudem darauf hin, dass die autoimmunologischen Prozesse bei Diabetes Typ 1 von Nervenzellschädigungen in der Bauspeicheldrüse und dem umliegenden Gewebe begleitet werden. Dies ergaben Untersuchungen an genetisch veränderten diabetischen Mäusen. Inwieweit die Ergebnisse dieser Tierexperimente auch auf den Menschen übertragbar sind, müssen Studien jedoch erst noch belegen.

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