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Ratgeber Diabetes mellitus Typ 1

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Diabetes Typ1
Was ist Diabetes mellitus Typ 1?

Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, bei der die Regulation des Blutzuckerspiegels gestört ist. Aufgrund verschiedener Ursachen kann der Gehalt der Glukose im Blut nicht mehr ausreichend durch das Hormon Insulin beeinflusst werden. Diese Störungen werden auf unterschiedliche Weise verursacht: Bei Diabetes Typ 1 ist durch eine Störung der Beta-Zellen immer weniger Insulin vorhanden. In diesem Fall ist Diabetes eine Autoimmunerkrankung, die sich gegen körpereigene Zellen wendet, bis schließlich gar kein Insulin mehr gebildet wird.

Bei Diabetes Typ 2 kann der erhöhte Blutzuckerspiegel durch eine Resistenz gegen Insulin begründet sein. Auch eine reduzierte Freisetzung des Hormons ist möglich.

Bei Diabetes mellitus Typ 1 kann es mit der Zeit zur Entstehung von Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Nephro- oder Retinopathie kommen. Diese werden unter anderem oft durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel oder Tabakkonsum begünstigt. Zudem können sich die Folgeschäden gegenseitig beeinflussen und bedingen.

Eine Retinopathie tritt häufig nach längerer Erkrankungsdauer auf. Bei der Retinopathie werden kleine Gefäße im Bereich der Netzhaut geschädigt. Bei der bei Diabetes mellitus Typ 1 häufig auftretenden proliferativen Ausprägung der Retinopathie bilden sich krankhaft neue Blutgefäße. Bei einer Ruptur dieser Gefäßneubildungen kann sich die Netzhaut ablösen, was die Sehfähigkeit massiv beeinträchtigen kann.

Therapie Diabetes mellitus Typ1

Die Therapie von Diabetes mellitus Typ 1 besteht in der Gabe von Insulin. Es gibt verschiedene Insuline mit unterschiedlicher Wirkweise und -dauer.

Bei der intensivierten Insulintherapie werden Basalinsulin und Prandiales Insulin sowie Normal- beziehungsweise Analoginsulin verabreicht. Während Basalinsulin für die Einstellung des Blutzuckerspiegels im nüchternen Zustand verantwortlich ist, dient das Prandiale Insulin dazu, den Blutzuckerspiegel nach dem Essen zu regulieren. Die Normal- oder Analoginsuline dienen im Falle einer Abweichung der Anpassung der Werte. Bei der Insulinpumpentherapie wird der Betroffene konstant über einen Zugang mit Insulin versorgt. Hier werden zumeist kurzwirksame Insulinarten verwendet.

Diagnose Diabetes mellitus Typ1

Zur Diagnose von Diabetes mellitus Typ 1 stehen verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung. In der Regel werden durch Untersuchungen des Blutes bestimmte Werte ermittelt: Der Wert des Blutzuckers in nüchternem Zustand sollte im Normalfall unter 110 mg/dl liegen. Ein höherer Wert deutet auf eine mögliche Diabeteserkrankung hin. Diese Werte werden zur Absicherung der Diagnose mehrmals überprüft.

Neben weiteren Untersuchungen kann auch ein oraler Glukosetoleranztest zur Diagnose von Diabetes mellitus Typ 1 angewendet werden. Ein Nachweis von bestimmten Autoantikörpern wie beispielsweise zytoplasmatische Inselzell-Antikörper oder Antikörper gegen das Enzym Glutamatdecarboxylase kann im Fall von Diabetes mellitus Typ 1 die Diagnose bestätigen.

Diabetes mellitus Typ 1

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der es zu einer Störung des Kohlenhydratstoffwechsels kommt. Diese Stoffwechselstörung resultiert aus einem Mangel an Insulin – einem Hormon, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Dadurch kommt es zu einer Erhöhung des Glukosegehalts im Blut. Beim Diabetes mellitus werden verschiedene Formen voneinander abgegrenzt:

1. Typ 1-Diabetes
Beim Typ 1-Diabetes kommt es zu einem zunehmenden bis absoluten Mangel an Insulin. Die Ursache dafür ist eine Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Dieser Untergang der Beta-Zellen ist in den meisten Fällen auf eine gestörte Immunreaktion zurückzuführen. Dabei richten sich körpereigene Abwehrmechanismen gegen körpereigenes Gewebe und zerstören es.

2. Typ 2-Diabetes
Bei dieser Form des Diabetes mellitus wird zwar ausreichend Insulin gebildet, die Rezeptoren der Zellen für das Insulin reagieren aber nicht mehr auf das Hormon (Insulinresistenz) oder es wird nicht genügend Insulin freigesetzt (Insulinsekretionsdefekt). Dies führt zu einem relativen Insulinmangel.

3. Andere spezifische Diabetestypen
Hierzu gehören Formen des Diabetes, die durch Erkrankungen, Gendefekte, Medikamenteneinwirkung oder Infektionen verursacht werden (z. B. Pankreatitis, Rabson-Mendenhall-Syndrom, Steroid-Einnahme oder kongenitale Röteln).

4. Schwangerschaftsdiabetes
Hierbei handelt es sich um einen Diabetes, der erstmalig während der Schwangerschaft auftritt bzw. diagnostiziert wird (sog. Gestationsdiabetes).

Die Zahl der Menschen in Deutschland, bei denen Diabetes mellitus diagnostiziert wurde, wird vom Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) in Düsseldorf auf derzeit ca. fünf Millionen geschätzt. Nur ein geringer Teil der Diabetiker – ca. 5 % – leidet an Diabetes Typ 1.

 

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