Diabetes mellitus Typ 1
Informationen für Betroffene und Angehörige
Diabetes mellitus Typ 1
Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der es zu einer Störung des Kohlenhydratstoffwechsels kommt. Diese Stoffwechselstörung resultiert aus einem Mangel an Insulin – einem Hormon, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Dadurch kommt es zu einer Erhöhung des Glukosegehalts im Blut. Beim Diabetes mellitus werden verschiedene Formen voneinander abgegrenzt:
1. Typ 1-Diabetes
Beim Typ 1-Diabetes kommt es zu einem zunehmenden bis absoluten Mangel an Insulin. Die Ursache dafür ist eine Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Dieser Untergang der Beta-Zellen ist in den meisten Fällen auf eine gestörte Immunreaktion zurückzuführen. Dabei richten sich körpereigene Abwehrmechanismen gegen körpereigenes Gewebe und zerstören es.
2. Typ 2-Diabetes
Bei dieser Form des Diabetes mellitus wird zwar ausreichend Insulin gebildet, die Rezeptoren der Zellen für das Insulin reagieren aber nicht mehr auf das Hormon (Insulinresistenz) oder es wird nicht genügend Insulin freigesetzt (Insulinsekretionsdefekt). Dies führt zu einem relativen Insulinmangel.
3. Andere spezifische Diabetestypen
Hierzu gehören Formen des Diabetes, die durch Erkrankungen, Gendefekte, Medikamenteneinwirkung oder Infektionen verursacht werden (z. B. Pankreatitis, Rabson-Mendenhall-Syndrom, Steroid-Einnahme oder kongenitale Röteln).
4. Schwangerschaftsdiabetes
Hierbei handelt es sich um einen Diabetes, der erstmalig während der Schwangerschaft auftritt bzw. diagnostiziert wird (sog. Gestationsdiabetes).
Die Zahl der Menschen in Deutschland, bei denen Diabetes mellitus diagnostiziert wurde, wird vom Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) in Düsseldorf auf derzeit ca. fünf Millionen geschätzt. Nur ein geringer Teil der Diabetiker – ca. 5 % – leidet an Diabetes Typ 1.